Sirmione

Sirmione ist die dreieckige Halbinsel, die am südlichen Ufer des Gardasees in den See hinein reicht und bei Luftaufnahmen vom See immer direkt ins Auge fällt. Sie ist ein beliebtes Ziel für Tagesausflüge von anderen Städtchen am See, aber auch erklärtes Lieblingsziel für Urlauber und Italiener gleichermaßen, die schon seit Jahren immer wieder hierher finden. Dies verdankt Sirmione nicht zuletzt dem berühmten Thermalbad, das schon den Römern als Heilstätte diente. Nahe an Sirmione entspringt im See eine Thermalquelle mit 70 Grad heißem Wasser, das Jod, Brom und Schwefel enthält und gegen vielerlei Beschwerden hilft. Seit 1900 wird hier mit diesem Heilwasser gearbeitet, wobei es den Betreibern nicht auf die Ausbeutung ankommt, sondern auf das harmonische Miteinander von Natur, Technik und Menschen.

Die Grotten des Catull

Tatsächlich finden sich in den Grotten des Catull Spuren eines Thermalbades aus dem 2. Jahrhundert n. Chr. Dieser Platz ist ein toller Aussichtspunkt auf die anderen Ufer des Gardasees. Unterhalb dieser Ausgrabungen befindet sich ein schöner Strand mit altem Baumbestand. Dieser und die anderen Strände auf der Halbinsel Sirmione sind ausgezeichnet mit der Blauen Fahne, einem europäischen Merkmal für saubere Strände. Wie in vielen Orten rund um den Gardasee hat auch Sirmione seine Skaligerburg. Diese ist das Tor zur Altstadt, die nur per Pedes erkundet werden kann. Ein Besuch der Burg zeigt eindrucksvoll, wie in alten Zeiten gebaut wurde: meterdicke Mauern, Zugbrücken, Türme – das dies damals der Verteidigung diente, wundert nicht. Noch heute ist der Zutritt nur über eine Zugbrücke möglich, die den Statthaltern erlaubte, Reisende zu kontrollieren und ihnen Zölle abzunehmen. Von den Türmchen aus hat der Besucher einen weitreichenden Blick auf das bunte Treiben in den Gassen der Altstadt.

Kultur in Sirmione

Der Urlauber wäre nicht in Italien, wenn es nicht auch in Sirmione sehenswerte Kirchengebäude gäbe. Das schlichte Äußere von Santa Maria Maggiore in der Altstadt täuscht über die reichen Schnitzereien aus Holz, zahlreichen Fresken und einem Altar aus Marmor hinweg. Bei einem Spaziergang durch die Olivenhaine in Mavino stößt der Tourist unvermittelt auf San Pietro. Die Fresken aus den Jahrhunderten 12 bis 16 legen Zeugnis ab von der damaligen Kunst, und die Wandmalerei „Christus beim Jüngsten Gericht“ aus dem 14. Jahrhundert ist heute noch sehr eindrucksvoll.

Sirmione bietet durch das überaus milde Klima ganzjährig Erholung und Urlaubsfreude und eignet sich somit gut als Ort für einen Urlaub in Italien. Gastronomie und Hotellerie sind exzellent und scheuen keinen Vergleich mit internationalen Standards. Hier ist der Gast noch König, und die Gastgeber wissen, wie sie ihre Besucher nach Strich und Faden verwöhnen können, sodass sie einen unvergesslichen Aufenthalt auf Sirmione erleben.

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